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Le Fly und der Kelch der Liebe

von Meike Krauß

Foto: Le Fly Pressebild

Vor, während und nach dem Konzert in Der Röhre sind Le Fly nicht im Backstageraum verschwunden. Sie verkauften ihr Merchandise, halfen beim Umbauen oder rauchten vor dem Club. Dort traf Autorin Meike Krauß den Schlagzeuger Robert für ein kurzes Spontaninterview.

Wie ist euer Kontakt zu Das Pack zustande gekommen?

Wir mögen Das Pack, wir lieben Das Pack! Man hat sich immer wieder getroffen. Letztes Jahr haben wir gemeinsam auf dem Rockspektakel gespielt und danach lagen wir uns in den Armen. Dann haben wir uns in der Markthalle (in Hamburg) wieder getroffen; da saßen wir draußen auf einem Gitter, haben geraucht und so lief das.

Habt ihr schon einige lustige Geschichte auf der gemeinsamen Tour erlebt?

Oh ja! Gestern war wunderschön. Da haben wir uns einen Kelch der Liebe organisiert und daraus Getränke zu uns genommen. Der wurde immer im Kreis rumgereicht, so hippiemäßig. Dann sind wir alle eingeschlafen und Arm in Arm aufgewacht.

Alle zusammen in einem Bett?

Ja, ich hab mit Bastus (Bass) in einen Bett geschlafen. Wir sind sowieso dafür, dass sich die Leute mehr in den Arm nehmen. Deswegen machen wir überhaupt Musik: Für mehr Liebe auf der Welt.

Eure Heimat ist Hamburg, aber wie gefällt dir Stuttgart?

Och, ist schon ein ganz nettes Plätzchen hier. Ich hab auch eine Freundin hier in der Nähe. Und das Essen ist klasse. Wir machen morgen ein großes Spätzleessen. … weiterlesen

2 November, 2010 Kein Kommentar

Mannigfaches Kulturleben

von Alexander Schmitz

Foto: LIFT/Ronny Schönebaum

Über 70 Veranstaltungsorte haben am Samstag Besuchern der stuttgartnacht ein vielfältiges Kulturerlebnis geboten. Ob Tanz, Party, Film, Theater, Lesung oder Führung, für jeden war etwas dabei. Sieben Stunden lang lud Stuttgarts Kulturszene zu Entdeckungen ein.

Rhythmische Klänge von Berimbau, Trommeln und endloser Gesang im Erdgeschoss des Stuttgarter Rathauses: Capoeiristas der Gruppe Arte National des Vereins brasilianischer Kulturen Stuttgart präsentierten artistisch den brasilianischen Kampftanz Capoeira. Afro-kolumbische Folklore in Tanz und Gesang zeigte das Ensemble Tambora im vierten Obergeschoss; dieses Jahr das erste Mal begleitet von der Livemusik der Band Manduco. Interessierte Besucher konnten sich von der argentinischen Karikaturistin Marlene Pohle porträtieren lassen.

Im Plenarsaal des Landtags konnte der stuttgartnacht-Besucher anstatt politischer Debatten Werbespots unter dem Motto „Werbefilm – in und um Baden-Württemberg“ verfolgen. Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg spielte eine Mischung aus aktuellen Werbespots und historischem Filmmaterial. Entlang der 136 Meter langen Installation „Stuttgarter Weg“ des Bildhauers Robert Schad, die normalerweise die Mitglieder des Landtags auf ihrem Weg zum Abgeordnetenhaus nutzen, konnten am Samstag auch Besucher gehen. … weiterlesen

24 Oktober, 2010 Kein Kommentar

Leilanautik – Unser schöner Realismus

von Clara Dupper

Leilanautik – dahinter verbergen sich die vier Hamburger Martin, Stephan, TC und Florian, die seit 2005 zusammen Musik machen. Momentan sind sie auf Deutschlandtournee.

Anfang Oktober ist ihr zweites Album „Unser schöner Realismus“ erschienen. Alle elf Titel singt Leilanautik auf deutsch. „Gib! Nicht! Auf!“ äußert Kritik an der Gesellschaft, den Menschen, die „unsere Bäume fällen“ und „unser Geld verbrennen“. „Wir klettern über Zäune, verfluchen diese Welt“, animiert, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Der Song „Lieblingsgeschichten“ erzählt aus dem Leben. Textzeilen wie „Lieblingsgeschichten enden niemals wie sie sollen“ oder „Lieblingsgeschichten schreiben Worte in dein Herz, wo sie dann wohnen, oft spürst du sie am Werk“ erinnern an Geschichten, die ein Jeder schon erlebt hat.

Die Musik der vier Hamburger bezieht den Zuhörer ein, gibt ihm aber dennoch genug Freiraum für dessen eigene Phantasie. Träume und Sehnsüchte inklusive. Die Mischung aus Instrumenten wie Schlagzeug, Gitarre, Bass und Gesang machen den Stil von Leilanautik aus. Der Visions-Autor Oliver Uschmann schrieb über ihr erstes Album „Bunte Jahre“: ,,… der gute, schnörkellose Song, der dich versonnen macht und lächeln lässt. Sehr licht, sehr transparent, sehr musikalisch.“ Das gilt auch für das neue Album. Wer auf einfache und gute Musik steht, die uns nachdenken lässt, dem wird „Unser schöner Realismus“ gefallen.

Unser schöner Realismus
20 Oktober, 2010 Kein Kommentar

One Republic in Stuttgart

von Clara Dupper

Ryan Tedder - Foto: Clara Dupper

Die Namen Ryan Tedder, Zach Filkins, Eddie Fisher, Drew Brown oder Brent Kutzle, sind für viele Menschen unbekannt. Songnamen wie „Apologize“ oder „Secrets“ kennt die Mehrheit jedoch. Die Rede ist von der US-amerikanischen Pop-Rockband „One Republic“. Ryan Tedder und Zach Filkins, der spätere Gitarrist der Band, gründeten sie 2002. Der Frontman, Gitarrist, Pianist sowie Songwriter der Band ist Ryan Tedder. Mit zwei Millionen verkauften Alben sowie acht Millionen verkauften Singles hat „One Republic“ mittlerweile bewiesen, zu was sie fähig ist. Der Weg dorthin war jedoch harte Arbeit und nicht schlagartig, wie es Außenstehende teilweise wahrnehmen. Alleine ihre Leidenschaft zur Musik sowie ihr Fleiß haben sie zu diesen Verkaufsrekorden geführt. Eine gute Gelegenheit sich selbst davon zu überzeugen war das Konzert, das sie im Rahmen ihrer Deutschland-Tour im Theaterhaus in Stuttgart gaben.

Als Vorband haben sie die Künstler James O’Neill und Martin Kelly aus Glasgow dabei. Ausgestattet mit Gitarre, Schellentamburin (ein Schellentamburin ist eine einfache Rahmentrommel, die meist aus einem mit Fell bespannten Reif besteht. Dieser ist mit paarweise angeordneten gewölbten Metallplättchen besetzt.) und ihrer beeindruckenden Stimme, lauscht das Publikum ihren ruhigen Gitarrensongs. Melancholische, einprägende Lieder und Melodien sind neben dem Aussehen der zwei wohl auch der Grund wieso viele Konzertbesucher der Einladung der Beiden zum späteren Gespräch in der Lounge des Theaterhauses folgen. … weiterlesen

24 September, 2010 1 Kommentar

„Trockensack rein und ab in den Schrank.“

von Fabienne Kinzelmann

Foto: Simon Anhorn

Backstage-Räume mitten in einer ehemals königlichen Residenz. Die Bühnenoutfits hängen direkt am barocken Treppenaufgang: Kurz vor ihrem Auftritt beim KSK Music Open im Ludwigsburger Schlossinnenhof haben sich DJ Chino, Johnny Strange und Don Cali von Culcha Candela mit Noir-Online-Autorin Fabienne Kinzelmann und Fotograf Simon Anhorn zum Interview getroffen und redeten über nacktputzende Busfahrer, ihre Trocken-Sack-Beauftragte und warum sie nie jammern.

Im Nebenzimmer haben wir eben, als wir auf euch gewartet haben, eine Art Schrein entdeckt. Wem gehört der?

(Durcheinander) Uns. – Mir! – Was für einen Schrein? – Keine Falschmeldungen, Leute. – Okay, ihm gehört er auch.

Johnny Strange: Er gehört uns allen. Ist sozusagen unser ständiger Begleiter. Überall wo wir hingehen, geht auch der Schrein hin – Wir haben den Schrein von BAP gesehen, der schon 30 Jahre Historie in sich trägt und davor waren wir sehr ehrfürchtig.

Mit was wird er erweitert?

Man kann schon fast sagen: Unrat. (lachen) Diverser Schrott. So Souvenirs und kleine Andenken an Orte, an denen wir waren. Witzige Sachen, einfach Erinnerungen.

Was ist dann so das coolste Souvenir, das darin ist?

(überlegen) Hmmm … … weiterlesen

21 September, 2010 Kein Kommentar

Adam Green: ein Rockstar zum Anfassen

von Ann-Katrin Wieland

Foto: Ann-Katrin Wieland

Es ist kurz vor 21 Uhr: Der Konzertsaal im Karlstorbahnhof in Heidelberg ist an diesem Montag Abend schon fast voll mit knapp 600 Besuchern, als ein unscheinbarer Typ mit Strohhut mitten in der Zuschauermenge stolpert. Ganz verwirrt schaut er drein und nuschelt etwas wie „Was mache ich hier eigentlich gerade?“ auf Englisch. Der Mann, der sich desorientiert aufrappelt und wieder in die Richtung verschwindet, aus der er gekommen ist, ist der New Yorker Musiker Adam Green.

Schon bevor das Konzert des Anti-Folk-Sängers (Anti-Folk ist eine Mischung aus Folk- und Punk-Musik) beginnt, taucht man als Zuschauer in die Welt des wahren Rock ’n‘ Rolls ein. Mit dabei hat Green seinen Ex-Band-Kollegen Jack Dishel. Zusammen waren sie zur Jahrtausendwende in der Band „The Moldy Peaches“ Teil der New Yorker Anti-Folk-Szene. Ihr Song „Anyone Else But You“ wurde 2008 beispielsweise im Film „JUNO“ aufgegriffen.

Kurz nach 21 Uhr tritt der Wuschelkopf Jack Dishel allein mit seiner Gitarre auf die Bühne und stimmt das Publikum mit eher ruhigeren Pop-Rock-Songs ein. Gegen Ende seines Auftrittes wird es noch etwas schneller und er verlässt vorerst die Bühne. Es folgt eine lange Pause, in der die Zuschauer schon ungeduldig werden.

Dann ist es schließlich soweit und ein Song, der an ein Kinderlied erinnert, ertönt laut. Eine vierköpfige Band kriecht wie eine Mäuseschar aus ihren Löchern, doch statt Käse, haben die Vier Alkohol dabei. Auch der Frontmann Adam Green scheint nicht ganz nüchtern zu sein. Mit brauner Lederjacke, zerrissenen Jeans, dunklem Wuschelkopf und verwirrtem Blick taucht er etwas unbeholfen auf, um seine Show gegen 22.20 Uhr zu starten. Knapp 60 Minuten lang hat man das Gefühl eines improvisierten Konzertes, das den Zuschauer in eine Welt des Rock ’n‘ Roll entführen soll. … weiterlesen

8 September, 2010 Kein Kommentar

Einfach anders

von Irina Bernhardt

Fünf Schüler aus dem Großraum Heidelberg sind anders: Eine A-Capella Band, die auf dem Schulhof gegründet wurde

Das erste eigene Konzert ging mit 15 beziehungsweise 16 Jahren über die Bühne – vor brechend vollem Haus mit 400 begeisterten Zuhörern. Einen besseren Start in die Musikkarriere kann es eigentlich nicht geben. Aber wer sind diese Jungs, die in solch einem Alter schon so erfolgreich sind und dafür sorgen, dass man sich immer wieder ertappt, wie man ihre Lieder nachsingt oder pfeift? … weiterlesen

10 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
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