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Helmut Newton’s Illustrated

von Alexander Schmitz

Sex, Power und Beauty – Einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts war Helmut Newton. Seine besten Aufnahmen zeigte der gebürtige Berliner in vier Ausgaben seines eigenen Magazins, Helmut Newton’s Illustrated, die zwischen 1985 und 1995 erschienen.

Das Magazin ist der ihrerseits im Fotojournalismus bahnbrechenden Berliner Illustrirten Zeitung der zwanziger und dreißiger Jahre nachempfunden. Helmut Newton präsentiert in diesem, seinem Spätwerk eine provozierende Mischung aus Aktaufnahmen, Fotojournalismus und Porträts. Im Jahr 2000 fasste Newton die vier Ausgaben zu einem Sonderband zusammen.

N° 1 – Sex & Power

Ausgabe eins widmet sich Berühmtheiten, die ihre persönlichen Fantasien umsetzen und der Welt zeigen. Die Society-Porträts zeigen beispielsweise Karl Lagerfeld, David Bowie, Mickey Rourke oder Hugh Hefner mit Freundin Carrie Leigh. … weiterlesen

18 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Eine Reise ins Innere der Medien

von Sanja Döttling

Regieraum des ZDF-Hauptstadtstudios - Foto: Ludger Heide

Ein Besuch im ZDF-Hauptstadtstudio

Zuerst fällt gar nicht auf, dass die offene Straße endet und ein überdachter Hinterhof beginnt. Nur eine gläserne Schiebetür dient als Grenze.

Zur linken befindet sich ein Restaurant, nur die vielen Schweinwerfer und emsig arbeitenden Bühnenbauer in der Mitte des Hofs weisen darauf hin, dass dies kein gewöhnlicher Hof ist: Er gehört zum ZDF-Hauptstadtstudio und Maybrit Illner diskutiert hier in gut 24 Stunden über aktuelle politische Themen. Aber noch ist es still.

„Das ZDF bemüht sich um eine offene Atmosphäre. Schließlich sollen die Leute sehen, wofür sie Rundfunkgebühren bezahlen“, erklärt Peter Hill, Pressesprecher des Hauptstadtstudios. Bevor er zum ZDF wechselte, war er lange Journalist. „Die Kunden von Pressestellen sind meistens Journalisten. Deshalb ist es als Pressesprecher eine gute Voraussetzung, selbst Journalist gewesen zu sein.“ Ein Pressesprecher vertritt sein Unternehmen nach außen und muss deshalb in schwierigen Situationen auch Nachrichten verschweigen, die dem Unternehmen schaden könnten. Das kann zu moralischen Zwiespälten führen, die ein unabhängiger Journalist nicht hat. „Ein Journalist muss hinter Dinge kommen, die ihm der Pressesprecher nie erzählen würde“, bringt Peter Hill die gegenseitige Beziehung der beiden Berufe auf den Punkt. … weiterlesen

15 Oktober, 2010 Kein Kommentar

Das Nasenpopel-Gen des Thilo Sarrazin

von Andreas Spengler

Thilo Sarrazin - Foto: "Richard Hebstreit" / www.flickr.com, CC-Lizenz(by)

Die Haare des Thilo Sarrazin haben die Farbe eines Elefanten; staubiges Elefantengrau. Früher war der ganze Sarrazin-Mensch wie ein Elefant: dickköpfig, mächtig, aber eigentlich friedlich. Doch dann nahm der Schrecken seinen Lauf: eine verbale Diarrhö. Eine Glosse von Andreas Spengler

Vielleicht hat Sarrazin früher mal Nasenpopel gelutscht, im Büro einen Furz entfleuchen lassen oder gar sein Auto auf dem Frauenparkplatz abgestellt. Womöglich war das sogar genetisch bedingt, genau weiß das keiner. Aber davon abgesehen tat er niemandem etwas zu Leide. Die Zahlenwelt war seine Steppe und genauso trocken: neun Jahre als Berliner Finanzsenator und als Vorstand der Bundesbank. Doch irgendwann – keiner weiß, woher der Durchfall kam, vorstellbar wäre eine Döner-Magenvergiftung – irgendwann jedenfalls, da begann Sarrazin zu kacken. Und wenn Elefanten kacken, dann kacken sie richtig. Sarrazin ließ alles raus: braun, gequirlt und dampfend. Und weil das schon von Weitem roch, kamen die Medien angeflogen wie die Mücken zum Kuhstall. Ein Bundesbankvorstand, der braune Worte zwischen zwei Buchdeckel presst; welch ein gefundenes Fressen! … weiterlesen

12 Oktober, 2010 1 Kommentar

Im Herzen der Demokratie

von Melanie Michalski

Foto: Ralf Michalski

Was erwartet einen eigentlich im Reichstag? Autorin Melanie Michalski nimmt euch mit auf eine Führung.

52 Meter erhebt sich das hohe Herz der deutschen Demokratie vor mir: der Reichstag mit seiner gewaltigen Glaskuppel. „Ab hier warten Sie noch 20 Minuten“ – das Schild steht beinahe am Anfang einer schier endlosen Menschenschlange, die sich unter der Widmungsschrift „Dem deutschen Volke“ am Westportal angesammelt hat.

Glücklicherweise haben wir schon vorneweg eine Führung durch den Reichstag angefragt und laufen um das Gebäude herum zum Nordeingang, an dem unser Führer Frederick Koch, ein Mitarbeiter des SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold, auf uns wartet.

Doch bevor es richtig losgehen kann, müssen wir durch eine Sicherheitskontrolle: Von oben bis unten werden wir abgetastet und auf Waffen untersucht, erst dann dürfen wir passieren und gelangen in einem gläsernen Aufzug eine Etage höher, auf die Besucherebene. … weiterlesen

22 Juli, 2010 Kein Kommentar

Ein Leben vor der Kamera

von Ann-Kathrin Freude

Berühmt wurde Romy Schneider als Sissi. Doch ihre Rollen waren wie ihr Leben: unglaublich facettenreich. Das zeigt nun auch die Ausstellung „Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris.“

Sie zog die Zuschauer in ihren Bann, obwohl sie nie eine Schauspielschule besucht hatte: Als junge Kaiserin Elisabeth, als verführerische Frau in „La Piscine“ (Der Swimmingpool) oder als Opfer in „Mado”. Rommy Schneider war eine der bedeutendsten Schauspielerinnen Europas, durch die Sissi-Trilogie und während ihrer Zeit in Frankreich erlangte sie Weltruhm. Seit ihrem 15. Lebensjahr stand sie für 69 Filme vor der Kamera. Sie drehte mit fast allen großen Regisseuren und Schauspielern der 1970er Jahre und ihre modischen Akzente beeinflussten den Kleidungsstil ihrer Generation.

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14 März, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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