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GamesCom – Browserspiele

von Niklas Golitschek

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Auf der GamesCom 2010 in Köln haben sich knapp 500 Aussteller aus 30 verschiedenen Ländern präsentiert. Darunter waren natürlich die Branchenriesen zu finden, erstmals hatten aber auch die Anbieter sogenannter Browsergames attraktive Stände anzubieten.
Browsergames sind Spiele, die ausschließlich über den Internetbrowser gespielt werden. Die Markenzeichen dieser Spiele sind, dass sowohl die Registrierung als auch das Spielen selbst komplett kostenlos ist und man keinerlei Software herunterladen muss. Die Spieler können also  theoretisch an jedem Computer und überall auf der Welt spielen; benötigt wird lediglich eine Internetverbindung.

Die ersten Browserspiele waren Echtzeit-Strategie-Spiele, die nur durch Klicken auf Buttons gesteuert wurden. Das bedeutet, dass der Spieler lediglich auf einer Anzeige seine Rohstoffe und die Gebäude sah. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind OGame, Die Stämme und Travian. Einer der ältesten und bekanntesten Publisher ist  die Karlsruher Firma Gameforge. In all diesen Spielen gibt es eine feste Basis, die es zuerst aufzubauen und danach auszubauengilt. Mit den Ressourcen und durch Erforschung von neuen Entwicklungsstufen kann später eine eigene Armee aufgebaut werden um Gegner anzugreifen oder neue Gebiete zu kolonisieren. In sogenannten Allianzen oder Gilden ist es möglich sich mit anderen Spielern zusammenzuschließen, um eine noch größere Armee zu bilden. Dadurch sind zum Beispiel auch Verbandsangriffe möglich. Die Browserspiele werden meist durch Werbung oder Premium-Modelle finanziert, bei denen der Nutzer zahlt, um sich Spielvorteile zu verschaffen. Jedoch besteht, idealerweise, für ein Premium-Mitglied kein elementarer Vorteil gegenüber den anderen Nutzern. Diese können das Gleiche erreichen, brauchen  nur eben etwas länger dafür. Premium-Features bringen für gewöhnlich einen zeitlichen Vorteil oder Rohstoffrabatte zum Ausbau der Gebäude im Spiel.
Durch technische Entwicklung gibt es inzwischen sogenannte Flash-Browsergames, die teilweise auch durch Maus und Tastatur gesteuert, nur eben in einem Browserfenster gespielt werden. Diese Spiele zeichnen sich zwar meist nicht durch eine anspruchsvolle Grafik aus, dafür steht der Spielspaß umso mehr im Vordergrund. Vorreiter ist hier der Hamburger Publisher BigPoint, der schon vor einigen Jahren die Spiele XBlaster und Dark Orbit vorstellte und sich inzwischen zu einem der größten Browsergames-Publisher und -Entwickler weltweit gemausert hat. … weiterlesen

10 September, 2010 Kein Kommentar

GamesCom – Soziale Netzwerke für Spieler

von Niklas Golitschek

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Erstmals auf der GamesCom 2010 wurden auch Soziale Netzwerke für Spieler präsentiert. Vertreten waren gleich vier Projekte: PlayerPages, Teamsunited, Xchar und Pleyone. Im Prinzip zielen diese Projekte auf die gleichen Themengebiete und Zielgruppen ab, versuchen dies aber auf teilweise komplett unterschiedlichen Wegen. Teamsunited und Pleyone stehen zwar derzeit noch in den Startlöchern und befinden sich in der offenen  Testphase, sind jedoch trotzdem schon in größerem Umfang nutz- und testbar.

PlayerPages lässt sich am ehesten mit Twitter vergleichen. In einem privaten Profil kann der Nutzer seinen eigenen Status bearbeiten, um so der Community zu zeigen was er selbst gerade spielt oder um ihr andere Informationen mitzuteilen. Außerdem ist es in einem Forum möglich sich mit anderen Spielern über die Spiele auszutauschen. Über eine interne Spiele-Datenbank verfügt die Plattform aber nicht.

Teamsunited geht dabei schon einen Schritt weiter: Im eigenen Profil kann der Nutzer durch eine Datenbank angeben, welche Spiele er spielt und welche Charaktere er in den Spielen besitzt. Für Clans und Gilden gibt es sogar die Möglichkeit eigene Gruppen zu erstellen, diese zu verwalten und sich so der Community zu präsentieren.

Xchar ist das älteste der vier Projekte und schon länger online. Es präsentierte sich dieses Jahr jedoch erstmals auf der GamesCom. Ursprünglich war die Plattform nur für World of WarCraft-Spieler gedacht. Dieses Jahr wagten die Verantwortlichen aber ihr Angebot auf andere Spiele zu erweitern und somit alle Videospieler zu erreichen. Das Ziel von Xchar ist es den anderen Nutzern zu zeigen, wer eigentlich hinter dem Charakter im Spiel sitzt und Gruppen eine erleichterte Kommunikation zu bieten. Eine Shoutbox ermöglicht es außerdem sich mit allen anwesenden gleichzeitig zu unterhalten. … weiterlesen

9 September, 2010 Kein Kommentar

facebook – marketing unter freunden

von Alexander Schmitz

Mit dem „Web 2.0“ änderte sich das Internet grundlegend: Die Nutzer kommunizieren aktiver, sind stärker vernetzt und gehen offener mit persönlichen Informationen um. Soziale Netzwerke tragen einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei. Das weltweit größte ihrer Art ist Facebook.

In ihrem Buch „facebook – marketing unter freunden: Dialog statt plumpe Werbung“ erklären die Autoren Felix und Klaus Holzapfel die Hintergründe von Facebook, wie soziale Netzwerke genutzt werden und wie sie im Marketing angewandt werden können. Sie meinen, dass der potenzielle Kunde auf Augenhöhe angesprochen werden muss. Es soll ein echter Dialog zwischen Unternehmen und Kunden stattfinden, wobei diese aktiv in Social Media Werbekampagnen eingebunden werden sollen.

Der Leser erfährt in dem Buch viel über die Chancen, die soziale Netzwerke Unternehmen bieten und über ihr Marketingpotential. Es zeigt die Werbe- und Kommunikationsmöglichkeiten von Facebook. Anhand von Praxisbeispielen veranschaulichen die Autoren wie verschiedene Unternehmen die Möglichkeiten von Facebook erfolgreich für Marketing, Kommunikation und PR genutzt haben.

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und angenehm zu lesen. Es bietet wertvolle Einblicke in die Funktionsweisen Sozialer Netzwerke. Zu empfehlen ist es einerseits denjenigen, die Facebook als Marketingplattform kennenlernen möchten, aber andererseits auch denjenigen, die sich für das Phänomen Facebook im Allgemeinen interessieren.

(Holzapfel, Felix & Klaus: facebook – marketing unter freunden: Dialog statt plumpe Werbung, Businessvillage, Mai 2010)

31 August, 2010 Kein Kommentar

Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline

von Nicole Beer

Ein halbes Jahr ohne Internet? Keine E-Mails, kein Facebook, kein Google? Als ein Durchschnittsmensch einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist und spätestens ab der vierten Klasse eine eigene E-Mail-Adresse und etwa mit zwölf Jahren ihr erstes Handy hatte, kommt einem das unmöglich vor. Auch dem Autor dieses Buches, Alex Rühle – von Beruf Journalist bei der SZ – wurde ein frühzeitiger Abbruch seines Experiments garantiert. Er war ein Internetjunkie, klickte sich ständig von einer Internetseite zur nächsten, ständig unter Strom, ständig von Mails bombardiert. 70 bis 90 E-Mails am Tag, das war normal, aber kaum noch zu bewältigen. Eines Tages kam ihm die Idee des Abschaltens, was er mit der Unterstützung seines Arbeitgebers auch tat. Während dieser Zeit schrieb er ein Tagebuch, das er veröffentlicht hat. Die Einträge sind keine langweiligen Tagesabläufe oder Lobreden auf das Internet, wie manch einer vielleicht erwarten würde. Nein, Alex Rühle hat für sein Buch viel recherchiert und weiß so nicht nur über manche Studie zum Thema Internet oder speziell, Internet am Arbeitsplatz, zu berichten, sondern hat auch einige Zitate zur Erfindung der Postämter oder des Zuges geschickt eingebaut. Diese wurden damals teilweise wenig begeistert wahrgenommen und als eine große Gefahr für die Menschheit gesehen.

Die durch das Experiment entstandene Brieffreundschaft zwischen Alex Rühle und Thomas Mohol, einem Häftling, der seinen Blackberry ebenfalls schrecklich und fast schon schmerzhaft vermisst, gibt neuen Input: Sind wir wirklich so internetabhängig? Das muss zwar jeder für sich selbst beantworten, aber dass sich kaum noch jemand ein Leben ohne Internet vorstellen kann, liegt auf der Hand. Der Soziologe Hartmut Rosa, der die Gefahren der Veränderung der Zeitstrukturen, also der zunehmenden Beschleunigung der Moderne, in einer Studie untersucht hat, wird vom Autor häufig zitiert und verhilft zu einem klaren Blick auf die Thematik. Sehr ehrlich ist, dass Alex Rühle auch seine Rückschläge zugibt und klarstellt, dass sich nach dem Experiment nicht alles komplett geändert hat. Er versucht nun, seinen Internetkonsum etwas zu reduzieren und hat erkannt: Ohne Internet kann man heutzutage zwar leben, mit ihm ist das Leben aber einfacher.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch, das gerade auch junge Menschen zum Nachdenken anregen kann.

(Rühle, Alex: Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline. Klett-Cotta, Juli 2010)

22 August, 2010 Kein Kommentar

Du weißt nicht, wer ich bin!

von Rebecca Rössling

Floor Kloostermans und Marcia Janssens sind wie jedes andere fünfzehnjährige Mädchen. Mal unglücklich verliebt, hier und da eine Streiterei mit den Eltern, hinzu kommen natürlich die Schule und der Alltagsstress. Ihren Computer nutzen sie, um den Kopf frei zu bekommen und gezielt Jungs kennen zu lernen. Entweder über Internetcommunitys, auf denen sie sich ein Profil anlegen, oder im Chat. Interessierte gibt es immer. Mit ausgestopften BH’s und stark geschminkt sehen sie fast wie 17-jährige aus. Besonders Marcia liebt es, sich in der virtuellen Welt zu präsentieren. Manchmal zieht sie sich für die Jungs auf der anderen Seite aus.

Er fragte sie, ob sie wisse, was Männern Spaß mache. Marcia gab ehrlich zu, dass sie in solchen Dingen ziemlich ahnungslos war. Ruud forderte sie auf, sich auszuziehen und sich nackt vor die Webcam zu stellen. Marcia tat, wie ihr geheißen. Was soll’s, dachte sie, niemand wird es je erfahren.’

Den beiden Freundinnen widerfährt bald, was sich viele Mädchen erträumen. Sie werden von einer Modelagentur angeschrieben, die auf ihre Profilbilder aufmerksam geworden ist und sie zu einem Probeshooting einlädt. … weiterlesen

24 Juli, 2010 1 Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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