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Layout-Workshop Fortgeschrittene: Making-of

von Stefan Neubert

Making-of eines Artikels - Grafik: Stefan Neubert

11 Januar, 2011 Kein Kommentar

Die JMT-Sanitäter zeigen ihr Können

von Fabian Hellgardt
7 Januar, 2011 Kein Kommentar

Impressionen von den Jugendmedientagen 2010

von Xenia Artho
23 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Schreiben – mehr als nur die Basics

von Valentina und Mona

Ob Reportage oder Interview, ob Bericht oder Glosse – alles will gelernt sein. Da dies nicht immer einfach ist, meldeten wir uns für den Workshop „Schreiben – die Basics“ an.

Nach der anstrengenden Anreise konnten wir uns durch die freundschaftliche Atmosphäre, die in unserem Workshop herrschte, erst einmal entspannen. Unsere Referentin Eva Rothfuss hieß uns herzlich willkommen, bereit, uns die Grundlagen des Schreibens beizubringen.

Nachdem wir die anderen Workshopteilnehmer durch gegenseitiges Interviewen besser kennen lernten, erklärte uns Frau Rothfuss worauf es in einem guten Artikel ankommt und was die verschiedenen journalistischen Textsorten auszeichnet. Viele praktische Übungen verinnerlichten unsere Kenntnisse. Der Versuch, einen spannungserzeugenden Teaser zu schreiben, bereitete uns Kopfzerbrechen, gab uns aber auch ein gutes Gefühl dafür, wie man die Neugierde des Lesers weckt. Die Aufgabe, das Essen von Schokolade mit allen Sinnen zu beschreiben, sollte uns die Schwierigkeiten vermitteln, die beim Verfassen von Reportagen auftreten können. Nach diesem Workshop juckt es uns sicher alle in den Fingern, uns an journalistischen Texten zu versuchen.

„Der Workshop war auf jeden Fall eine gute Erfahrung für uns alle!“, so Valentina gut gelaunt und Hannah erzählte schmunzelnd: „Die Schokoladenübung fand ich am Besten.“ Auch Anne hat der Workshop weitergeholfen. „Es war interessant, dass wir einen weitgefassten Überblick über die verschiedenen Textsorten bekamen.“ Larissa sagte lachend: „DAL.“ Damit war klar, dass sie den Dümmsten Anzunehmenden Leser meinte, nach dessen Niveau wir immer unsere Artikel verfassen sollten.

Alles in allem können wir nun ohne Ängste in unsere journalistische Zukunft blicken.

21 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Dem Schreiben auf den Grund gehen

von Lea Sherin Kübler, Melanie Michalski, Miriam Steller, Mona Ruzicka

Wie schreibt man eine Meldung? Was ist ein Feature? Was hat es mit dem Küchenzuruf auf sich? Das alles wird im Raum P03 an der Hochschule der Medien geklärt. Hier findet der Workshop „Schreiben- die Basics II“ statt. Die vier Teilnehmerinnen waren 15 und 16 Jährige aus dem Raum Stuttgart. Der Workshop wird geleitet von der Redakteurin der Jugendzeitung Young Hürriyet, Pelin Aytac. Diese bringt den jungen medieninteressierten Mädchen in drei Tagen die Grundlagen des journalistischen Schreibens bei – mit Erfolg.

Bereits am zweiten Tag gehen sie von der Theorie zur Praxis über. Nachdem sie am ersten Tag den Überblick über die Merkmale und Vorraussetzungen von Meldung, Nachricht, Bericht und Feature kennen gelernt hatten, waren sie nur bereit, selbst loszuschreiben. Samstagmittag besuchten sie verschiedene Panels, in denen sie fleißig mitschrieben, um später die ersten eigenen Artikel zu verfassen. Die Teilnehmerinnen mussten auf sehr viel achten: Genaue Recherche, schnelles Mitschreiben von Fakten und Zitaten, das Stellen von schlüssigen Fragen und das Interviewen von Teilnehmern. „Ich hab nicht erwartet, dass hinter einem Bericht so viel steckt, ich hab immer gedacht, das geht viel einfacher“, sagte Lea Sherin Kübler. „Und vor allem schneller!“, fügte Melanie Michalski hinzu. … weiterlesen

17 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Workshop – TV die Basics

Foto: Felix Aliberti

Für den Blick hinter die Kulissen des Filmemachens stand den Teilnehmern TV-Profi Jürgen Dettling zur Verfügung. Zuerst gab der Workshopleiter eine Einweisung in die technischen Finessen, anschließend sammelten die Teilnehmer Ideen für den Projektfilm. Dabei galt sein Hauptanliegen der natürlichen Kameraführung. Dieses drückte er mit Sätzen wie „Ja nicht zoomen, das menschliche Auge hat doch keine Zoomfunktion!“ oder „Wenn ihr die Kamera schwenkt wie auf Onkel Erwins Hochzeitsvideo wird der Film ´ne irre Achterbahnfahrt und den Zuschauern wird schlecht“, aus.

Anschließend zogen die 14 Teilnehmer in mehreren Gruppen los, um Impressionen zu sammeln und Interviews mit Teilnehmern und Verantwortlichen auf den Jugendmedientagen zu führen. Dabei erweiterten sie insbesondere ihre Kenntnisse in Kameraführung, Moderation, und Interviewtechnik. Bei den Interviews ging es unter anderem um die Themen Globalisierung, weltweite Onlinevernetzung und natürlich die konkrete Bedeutung der Medien im Leben. Danach wurde das Material gesichtet, geschnitten, ausgewertet und mit Musik unterlegt. Das Produkt des Workshops war ein reportageähnlicher, von Eindrücken und Witz geprägter Film. Kurz kann man die Atmosphäre im Workshop beschreiben: Spaß, Kreativität und neue Erfahrungen.

5 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Fotografie außer Kontrolle – Stefan Franke: „der etwas andere Workshop“

Wie schwer kann es sein, zu fotografieren, ohne durch die Linse zu sehen? Und was versteckt sich überhaupt hinter dem Begriff „Fotografie außer Kontrolle“ ?

Teilnehmer des Workshops versuchen es zu erklären:

Johannes:

Hier in diesem Workshop geht es um die Frage, wann und ob ein Foto aus Zufall entstanden ist, oder ob es inszeniert wurde. Manchmal ist das echt nicht so einfach zu erkennen. Um dies selbst ausprobieren zu können, hatten wir zur Aufgabe ein Objekt hinter unserem Rücken zu fotografieren.

Sinan:

Eine weitere Aufgabe war, ein Objekt unserer Wahl zu fotografieren. Das Besondere daran war, dass wir das gewählte Objekt einmal bewusst und einmal unbewusst fotografieren mussten. Meine Wahl zum Beispiel fiel auf zwei Treppen bzw. Treppenhäuser.

Stefan Franke:

Das Erstaunliche an den Aufgaben war, dass uns beim Betrachten der Fotos meist das unbewusst erstellte Foto besser gefiel.

30 November, 2010 1 Kommentar

Assi TV – Dumm und Deutsch

von Verena Frank und Anne Schuller

Nachmittags, halb zwei in Deutschland. We are family, Britt und die Super Nanny – Mitten im Leben der Deutschen.

Diese, aus ethischer Sicht verwerflichen, Fernsehproduktionen sorgen immer wieder für Kopfschütteln im Lande. Kritiker sind der Meinung, dass es unverantwortlich sei, Menschen derart bloßzustellen und ihre Charaktere zu verfälschen. Die endlos ansteigende Anzahl solcher Serien führe zur Verdummung der Gesellschaft.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Eine derartige Medienlandschaft scheint den ersten Paragraphen des deutschen Grundgesetzes zu verletzen. Daher sind Kritiker der Meinung,  dass es in diesen Serien nicht mit rechten Dingen zugeht und fordern die Abschaffung des unverantwortlichen Programms.

Fälschlicherweise werden Hartz IV-Empfänger als typischer Fernsehzuschauer solcher Reality-Soaps und Talkshows angesehen. Allerdings schaltet mittwochs um 20.15 Uhr knapp ein Fünftel aller Fernsehzuschauer auf RTL, um sich die Super Nanny anstatt der Bundestagsdebatte auf Phoenix anzusehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Fünftel nur aus Hartz IV- Empfängern besteht, ist sehr gering.

Es ist offensichtlich, dass viele dieser Geschichten frei erfunden sind, um ein eventuell weniger anspruchsvolles Publikum zu unterhalten. Im Grunde genommen steckt hinter diesen Geschichten dennoch oft ein wahrer Kern. Die dargestellten sozialen Probleme treten in Deutschland häufiger auf: Alkoholismus, ungewollte Schwangerschaften, Armut und Verhaltensstörungen kommen selbst in den besten Familien vor, werden aber oft verschwiegen.

„Deutschland hat das Fernsehen, das es verdient“, findet Jürgen Doetz, der ehemalige Geschäftsführer von SAT1. Michael Bart, ehemaliger TV-Produzent für die RTL Group, liefert hierfür die Erklärung: „Solange geschaut wird, wird gesendet.“  Das soll heißen, dass die privaten Sender uns „asoziale“ Sendungen nicht aufzwingen, sondern dass ein großes Publikum diese durch das Einschalten ebensolcher Sendungen fordert.

Talkshows und Reality-Soaps sind weder psychologisch wertvoll noch informativ. Trotz allem sind sie seit Jahren ein Teil unserer Fernsehkultur und dies lässt sich nicht so leicht ändern. Selbst die unzähligen Nörgler und Weltverbesserer werden durch ihre Kritik nichts erreichen. Menschen sind von Natur aus gerne schadenfroh und können sich im Vergleich zu den überspitzten Charakteren „normal“ fühlen.

Boulevardjournalismus mag noch so viele schlechte Seiten haben – es gibt auch eine andere Seite, die man nicht vergessen sollte. Er kann als Anreiz dienen, um zum Beispiel verzweifelte Mütter darauf aufmerksam zu machen, dass es soziale Einrichtungen und ausgebildete Fachkräfte in unserem Land gibt. Jene können den Müttern helfen, mit verhaltensgestörten Kindern besser klarzukommen.

Sowohl „Assi TV“ als auch „Weltverbesserer“ sind realitätsfern und unglaubwürdig geworden. „Assi TV“ überspitzt und verfälscht Charaktereigenschaften seiner Darsteller. „Weltverbesserer“ meinen jedoch, eine millionenschwere Industrie und die Gesellschaft mit ihrem Gerede ändern zu können. Und wenn wir alle ehrlich sind, lacht doch jeder gerne mit einem Bier in der Hand und Chips im Mund über quengelnde Kleinkinder und Teenager außer Rand und Band.

28 November, 2010 1 Kommentar

Stiller Macher stets beschäftigt

Foto: "Jugendpresse BW / Ann-Katrin Wieland"

Als Projektleiter hat Joel Ibrahim viel zu tun und ist während der Jugendmedientage in Stuttgart sehr gefragt, doch hält er sich unauffällig im Hintergrund.

Vertieft in einem Telefongespräch treffen wir den 17 Jahre jungen Joel Ibrahim, Projektleiter der Jugendmedientage Baden-Württemberg in Stuttgart an. Im Gegensatz zu anderen Jugendlichen, die sich nach den Diskussionsrunden in der Lounge entspannen, hat er für uns zunächst leider keine Zeit. Schnell bemerken wir, wie stressig seine Stunden hier an der Hochschule der Medien in Stuttgart sind. Unaufhörlich klingelt sein Telefon, ständig wollen neue Probleme gelöst werden. Die Teamer in den verschiedensten Altersgruppen bitten den oftmals jüngeren „Chef“ um Rat. Wir versuchen ihm zu folgen, um ihm ein paar Antworten zu entlocken und schon wieder klingelt das Handy. Der seriöse Jugendliche macht einen Treffpunkt aus und hat nun einen Moment Zeit für uns, so können wir endlich zu Wort kommen.

Die drei abwechslungsreichen Jugendmedientage zu gestalten und für circa 400 Personen zu organisieren, das ist wirklich eine reife Leistung. Genau dies hat der 17-jährige Joel Ibrahim aus Freiburg geschafft.

Von seinen Teamern wird er als zurückhaltend und gleichzeitig durchsetzungsfähig beschrieben. Er löst jedes Problem mit Ruhe und Gelassenheit. Als Zehntklässler ein solches Event neben der Schule auf die Beine zu stellen, dazu gehört viel Courage. Doch anstatt dafür bezahlt zu werden, erhält er nur eine kleine Aufwandsentschädigung. Gegenüber seinem Projektteam und den Teamern, hat er gelernt sich und seinen Standpunkt zu vertreten. Joel leitet dieses Projekt, weil er der Meinung ist, dass man durch ehrenamtliches Engagement Erfahrungen sammelt, die man in der Schule nicht lernen kann.

Und bevor wir die nächste Frage stellen können klingelt erneut sein Handy – schon ist er unterwegs und bemüht sich dem nächsten Problem auf die Schliche zu kommen.

28 November, 2010 1 Kommentar

Zuhause in einer globalisierten Welt?

von Julia Buchwald

Foto: "Jannik Schall" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)

Wo ist eigentlich meine Heimat? Wo gehöre ich wirklich hin? In einer Welt, in der es vielleicht schon bald möglich sein wird, für das Taschengeld eines Monats jedes Land zu erreichen? In einer Welt, in der ich schnell ins Internet surfen, über den Strand der Urlaubsangebote bummeln und ganz nebenbei einen Flug nach Sydney buchen kann – und das nur mit einem Mausklick.

Wo bin ich wirklich daheim? Und was macht Heimat wirklich für mich aus?

Für mich ist es ziemlich verwirrend: Wenn ich überall sein kann, wohin gehöre ich dann? Ich vermute, vielleicht hoffe ich auch nur, dass es anderen genauso geht wie mir. Daher habe ich mich auf die Suche nach Antworten gemacht und auch gefunden.

Im Panel „Heimatsehnsucht“ bei den Jugendmedientagen in Stuttgart erzählte Markus Manfred Jung von seiner Assoziation zu „Heimat“: Ihn verbindet die Muttersprache, bzw. die alemannische Mundart, zu seiner Heimat. Das erinnert mich an den schwäbischen Dialekt, den meine Familie spricht und an das seltsam vertraute Gefühl, welches mich durchströmt, wenn mein Opa sich auf urschwäbisch über „Stuttgart 21“ auslässt.

Bedeutet das, „sich zu Hause zu fühlen“? Für Herrn Jung sind Heimat auch die Menschen, besonders die Familie und Freunde, mit denen man seine Zeit verbringt.

Was mich an seinen Worten besonders zum Nachdenken brachte, war, „dass man die Heimat nicht spürt, solange man sie nicht einmal vermisst hat“.

Erst wenn ich mich aus ihrer schützenden Sicherheit befreit habe, um selber etwas zu unternehmen und die Welt zu entdecken, spüre ich die beißende Kälte der Welt, die mein Zuhause umgab, ohne dass ich es je gemerkt hätte.

Sonderangebote nach Sydney oder Dubai sind wirklich verlockend, aber ich bin mir sicher, dass es einen irgendwann – auch wenn es in ferner Zukunft liegt – zurück zieht, zurück unter die schützenden Fittiche der Heimat.

28 November, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
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