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Ein Spiel, drei Farben und eine Gemeinschaft.

von Stefan Franke

„Gesichter“ - In allen Gesichtern ist das gleiche zu entdecken, Flaggen und Emotionen. Gestiken und Mimiken, die mehr sagen, als tausend Worte. - Foto: Stefan Franke

Das Sommermärchen war perfekt. Die Fußball Weltmeisterschaft im eigenen Land und der Titel zum greifen nahe. 2006 ging eine Welle der Euphorie durch unser Land, doch gereicht hat es nicht.

Jetzt, vier Jahre später, will jeder, der diese Euphorie aus 2006 bereits kannte, sie erneut erleben. Mit oder ohne Titel – was zählt ist Freude am Spiel, der Jubel wenn ein Tor fällt und die beinahe grenzenlose Empathie, die ein Sieg weckt.

Der 27.6.2010 wird in die Fußballgeschichte eingehen, ein Tor, welches keines wurde und die höchste WM Niederlage der Englischen Nationalmannschaft ihrer Fußball-­Geschichte. Ausgerechnet gegen Deutschland. … weiterlesen

29 Juni, 2010 Kein Kommentar

Ayoba Deutschland! Südafrikanische Deutschland-Fans

von Lisa Zeller

Ich höre überraschend viele deutsche Stimmen auf dem Fanfest in Kapstadt. Heute spielt Deutschland gegen Ghana und zum Public Viewing haben sich eine kleine Gruppe Fans beider Seiten versammelt. Doch ich bin auf der Suche nach einer Gruppe bestimmter Deutschland-Fans: gebürtigen Südafrikanern.

Ich treffe auf Gail, die tanzend eine Südafrika- und eine Deutschlandflagge schwingt. „Warum bist du Deutschland-Fan?“, frage ich sie. Sie lacht. „Wegen ihm!“, dabei zeigt sie auf ihren Freund, Jens, einen Deutschen. „Und weil sie gut sind!“

Weiter außerhalb der Menge stehen Norman und Shaun, zwei Südafrikaner in Deutschland-Montur. „Ich bin allgemein begeistert vom europäischen Fußball – und da find ich Deutschland halt am besten“, erzählt mir Norman und bläst in seine Vuvuzela. Shauns Vorliebe für das Deutschland-Team hat historische Hintergründe: „Ich bin seit Ende der 80er ein Fan von Deutschland. Während der Apartheid war bei uns im Land ja nichts mit Fußball. Mein Onkel war also ein Deutschland-Fan und wir haben bei ihm immer Fußball geschaut. Das hat dann auf mich abgefärbt. Wir haben zwar jetzt eine eigene Nationalmannschaft, aber Deutschland ist und bleibt mein Favorit!“

24 Juni, 2010 Kein Kommentar

Zitat der Woche: Gott und der Fußball

von Fabienne Kinzelmann

»Fußball ist eine große Religion«, Goddy Leye

Die Zeremonie hat begonnen

Vor einer Woche fiel der Startschuss für die WM 2010, die halbe Welt scheint jetzt aus dem Häuschen und mit den Gedanken im weit entfernten Südafrika zu sein. Dort zelebrieren die teilnehmenden Fußball-Mannschaften den Kult auf dem grünen Rasen und ihre Anhänger feiern via Public Viewing mit.

Es erinnert stark an einen Gottesdienst: Wie jede ordentliche Liturgie beginnt ein Fußballspiel mit Gesängen. Die Stadtmannschaften haben ihre Lieder, die Nationalmannschaften gleich ganze Hymnen. Wohl keinem Fußball-Fan würde es je einfallen, allein ins Stadion zu gehen; zum gemeinsam feiern, Bier trinken und (stoß-)beten versammelt man sich in großer Runde. Dann erfolgt der feierliche Einzug der handelnden Personen. … weiterlesen

20 Juni, 2010 Kein Kommentar

Bafana bafana!

von Lisa Zeller

„Bafana bafana“ – zu deutsch: „Die Jungs, die Jungs“ – wird die südafrikanische Nationalmannschaft liebevoll genannt. Man sollte bei so einem Spitznamen nicht denken, dass das südafrikanische Volk abfällig von ihrem eigenen Team denkt. „Es wird so peinlich für uns!“, sagten mir viele vor knapp vier Jahren, als feststand, dass die WM 2010 in Südafrika stattfinden wird. Auf Fragen wie: „Wann räumst du endlich dein Zimmer auf?“ wurde scherzhaft geantwortet: „Wenn Bafana wieder gewinnen!“ Nein, hinter ihrem Team standen die Südafrikaner wirklich nicht. Fast eine Woche nach Beginn des Verkaufs wurde in Südafrika noch kein einziges Ticket für Bafana-Spiele verkauft!

Doch vor dem Spiel gegen Mexiko ist von dieser Trägheit keine Spur mehr! Unterwegs treffe ich singende und tanzende Fans, von Kopf bis Fuß in Südafrika-Montur gekleidet. Ja, sie haben etwas länger gebraucht, aber man merkt: Die Südafrikaner stehen voll und ganz hinter ihrem Team! Jetzt heißt es: „Ich weiß, Bafana sind nicht die Besten, aber als sie am Freitag das Tor geschossen haben, hab ich am lautesten geschrien!“

Hier einige Fan-Bilder meiner Tour durch Kapstadt am Tag des ersten Spiels:

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser neu gewonnene Zusammenhalt des Landes durch die Niederlage gegen Uruguay nicht verloren geht.

17 Juni, 2010 Kein Kommentar

Ayoba 2010 – Blog zur WM

von Lisa Zeller

Seit Tagen kann von Alltag nicht mehr die Rede sein: Meetings werden abgebrochen, Straßen blockiert und das Sicherheitspersonal hat alle Hände voll zu tun, die Massen in Schach zu halten! Zu groß ist die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in Südafrika. Die Leute gehen in allen möglichen Fußball-Trikots auf die Straßen und machen Lärm. Die Stimmung ist „ayoba“ (ein südafrikanisches Trendwort für „cool“, „hammer“ oder auch „olé“) Egal, wohin man geht: Alles dreht sich um die WM 2010! Dabei ist Anpfiff zum ersten Spiel doch erst heute um 16 Uhr!

Bis zum 11. Juli wird die WM hier in Südafrika stattfinden. Ich habe das Glück, in diesem Jahr in Kapstadt zu sein und die Stimmung der Leute hautnah mitzuerleben.

Sogar ich, der die WM eigentlich total egal war, wurde vom „World Cup Fever“ angesteckt! So werde ich mich heute im gelb-grünen Südafrika T-Shirt auf den Weg zum Marktplatz machen und zusammen mit einer Horde wilder Fans das Eröffnungsspiel, Südafrika gegen Mexiko in Johannesburg, auf der Großleinwand anschauen.

In diesem Blog werde ich mehrere Aspekte der WM 2010, der südafrikanischen Fußball-Kultur und wie sie von der Bevölkerung in Kapstadt wahrgenommen wird, beleuchten.

Man kann es spüren! Es ist überall – und wirklich ayoba!

11 Juni, 2010 Kein Kommentar

Geatmet wird später

von Irina Bernhardt

Unter Wasser zählt jede Sekunde. Wer hat den längeren Atem: Du oder dein Gegner? Unterwasser-Rugby — der neue Trendsport im Blick

Der Ball ist rund. Ein Spiel dauert 30 Minuten. Die Spieler können ihre Fans weder hören noch sehen. „Foul!“. Die Teams sind entrüstet: riesige Bildschirme übertragen die wütenden Gesten der Spieler. Ein Freistoß folgt – aber unter Wasser.

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2 April, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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