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Urlaubsfeeling auf den Fildern

von Lukas Ramsaier

Foto: Messe Stuttgart

Lukas Ramsaier war für Noir-Online zu Gast auf der CMT 2011- der größten Urlaubsmesse Europas, die jährlich in den Hallen der Neuen Messe auch die geizigsten Schwaben in Urlaubsstimmung bringt und tausende Besucher anlockt.

Es ist immer wieder beeindruckend, egal ob man die CMT noch nie oder schon mehrmals besucht hat: Beim ersten Betreten von Halle 1 der Neuen Landesmesse, kommt man für einen Moment nicht aus dem Staunen heraus. Unglaublich, wie viele Wohnmobile und Wohnwägen hier Platz finden. Und das ist noch nicht alles – in den Hallen 3 und 5 stehen noch einmal genauso viele. Die Vielfalt der Wohnungen auf Rädern ist riesig: Vom kleinen Wohnanhänger mit einem simplen Bett für gerade einmal 4.000 Euro, bis zum luxuriösen Wohnbus mit integrierter Smart-Garage zum Preis eines mittelgroßen Einfamilienhauses, ist alles geboten. Vor allem, die Wohnbusse laden die vielen Besucher dazu ein, einen Blick in das Innere der Luxuskarossen zu wagen. Verkäufer mit „Heiner-Brand-Gedächtnisbärten“ versuchen ausdauernd den Interessierten ihr Model trotz des hohen Preises schmackhaft zu machen. Was man im Inneren sieht, erinnert eigentlich nicht im Geringsten an das typische Campingleben. Sitzgruppen mit feinstem Lederbezug, Badezimmer wie zuhause und Betten, wie in der Suite eines 4-Sterne-Hotels, öffnen den Wohnmobilmarkt damit auch für einen ganz anderen Kundenkreis, als den klischeemäßigen: Das ältere Ehepaar. Der Mann im Unterhemd und einer lila-grauen Jogginghose, der draußen grillt und die Gattin, die mit einem furchtbaren Sonnenhut und der „Bunten“ in der Hand, sich die Sonne im klapprigen Liegestuhl hinter der platzeigenen Hecke auf den Bauch scheinen lässt. … weiterlesen

7 Februar, 2011 Kein Kommentar

Stuttgart für Stuttgarter

von Alexander Schmitz

Welche Bars, Clubs und Kneipen sind angesagt, wo in Stuttgart feiern? Welche Küche verführt am besten und wo wird ein Shoppingerlebnis geboten? Der Marco Polo Cityguide Stuttgart für Stuttgarter 2011 enthält über 500 Adressen mit Empfehlungen und Insider-Tipps.

Unbekanntes, geheimnisvolles Stuttgart, du überraschst einen immer wieder. Ob Kunst, Kultur & Events, Essen & Trinken, Shopping, Spaß für Kinder, Ausgehen oder Wellness & Sport, die Stadt hat einiges zu bieten und neu zu entdecken.

Aus den zahlreichen Adressen sind Insider-Tipps, Highlights, Neues, sowie Ökologisches hervorgehoben.

Restaurants sind in den Bereichen Essen, Service und Ambiente in vier Schritten von weniger gut bis sehr gut bewertet. Eingeteilt sind sie in drei Preiskategorien, bis zu zehn Euro, zwischen zehn und zwanzig Euro, sowie mehr als zwanzig Euro.

Hilfreich für eine kulturelle, kulinarische Tour durch Stuttgart oder einfach nur zum Shoppen ist der integrierte Cityatlas, in den alles rund ums Essen & Trinken eingezeichnet ist. … weiterlesen

2 Januar, 2011 3 Kommentare

Impressionen von den Jugendmedientagen 2010

von Xenia Artho
23 Dezember, 2010 Kein Kommentar

„Lokalhelden“

von Clara Dupper

Alkohol, Kiffen, Beziehungsprobleme, der ganz normale Schulwahnsinn – davon erzählt Jörg Harlan Rohleder humorvoll in seinem Roman „Lokalhelden“.

Enni, Brownsen, Wolle und Schmall, das sind die Hauptpersonen des Romans „Lokalhelden“. Rohleder schreibt aus der Sicht des Schmall, dem Ich-Erzähler, über das Erwachsenwerden der vier Schüler. Die Geschichte spielt in den Neunziger Jahren in Echterdingen bei Stuttgart. Saufgelage, die schon mit vierzehn Jahren veranstaltet werden, illegale Partyveranstaltungen, kiffen, verliebt sein und die erste Liebe sind nur einige Themen, über die Rohleder schreibt. Zum Erwachsenwerden gehören aber auch Auseinandersetzungen zu Hause und Probleme in der Schule. Dem Autoren gelingt es die jeweilige Situation durch das Einbinden von Songnamen, wie „I’m a liar“ von Henry Rollins, passend auszudrücken. Zu diesem Titel schreibt er beispielsweise über Schmall „Ich bin auch ein Lügner, ein ausgesprochen begabter.“ Auch geschichtliche Ereignisse oder Dinge, die zu dieser Zeit passiert sind, lässt Rohleder miteinfließen. So auch den Tod des Sängers Kurt Cobain im Jahre 1994. Fernsehsendungen auf MTV, die neuesten Filme und Künstler: Er baut sie alle ein und findet einen Übergang zu den vier Hauptpersonen.

„Lokalhelden“ erzählt eine fesselnde Geschichte, in der es den Hauptpersonen leider nicht gelingt sich aus ihrer Heimatstadt zu lösen und die weite Welt zu erkunden. Der in einfacher und humorvoller Sprache geschriebene Roman ist gut zu verstehen und überzeugend realistisch.

(Rohleder, Jörg Harlan. Lokalhelden. Piper, August 2010)

14 Dezember, 2010 Kein Kommentar

Stiller Macher stets beschäftigt

Foto: "Jugendpresse BW / Ann-Katrin Wieland"

Als Projektleiter hat Joel Ibrahim viel zu tun und ist während der Jugendmedientage in Stuttgart sehr gefragt, doch hält er sich unauffällig im Hintergrund.

Vertieft in einem Telefongespräch treffen wir den 17 Jahre jungen Joel Ibrahim, Projektleiter der Jugendmedientage Baden-Württemberg in Stuttgart an. Im Gegensatz zu anderen Jugendlichen, die sich nach den Diskussionsrunden in der Lounge entspannen, hat er für uns zunächst leider keine Zeit. Schnell bemerken wir, wie stressig seine Stunden hier an der Hochschule der Medien in Stuttgart sind. Unaufhörlich klingelt sein Telefon, ständig wollen neue Probleme gelöst werden. Die Teamer in den verschiedensten Altersgruppen bitten den oftmals jüngeren „Chef“ um Rat. Wir versuchen ihm zu folgen, um ihm ein paar Antworten zu entlocken und schon wieder klingelt das Handy. Der seriöse Jugendliche macht einen Treffpunkt aus und hat nun einen Moment Zeit für uns, so können wir endlich zu Wort kommen.

Die drei abwechslungsreichen Jugendmedientage zu gestalten und für circa 400 Personen zu organisieren, das ist wirklich eine reife Leistung. Genau dies hat der 17-jährige Joel Ibrahim aus Freiburg geschafft.

Von seinen Teamern wird er als zurückhaltend und gleichzeitig durchsetzungsfähig beschrieben. Er löst jedes Problem mit Ruhe und Gelassenheit. Als Zehntklässler ein solches Event neben der Schule auf die Beine zu stellen, dazu gehört viel Courage. Doch anstatt dafür bezahlt zu werden, erhält er nur eine kleine Aufwandsentschädigung. Gegenüber seinem Projektteam und den Teamern, hat er gelernt sich und seinen Standpunkt zu vertreten. Joel leitet dieses Projekt, weil er der Meinung ist, dass man durch ehrenamtliches Engagement Erfahrungen sammelt, die man in der Schule nicht lernen kann.

Und bevor wir die nächste Frage stellen können klingelt erneut sein Handy – schon ist er unterwegs und bemüht sich dem nächsten Problem auf die Schliche zu kommen.

28 November, 2010 1 Kommentar

Radio einmal anders: der Schülerradiotag 2010

von Clara Dupper

Foto: Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung

Zum fünften Mal hat an der Hochschule der Medien in Stuttgart der Schülerradiotag stattgefunden. 150 interessierte Schülerinnen und Schüler kamen am 8. Oktober 2010 auf den bereits zum Schuljahresbeginn ausgebuchten Radiotag. Zwölf Schulen reichten bei der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) einen Beitrag ein. In Medienprojekten, wie der Schülerzeitung oder dem Schulradio engagierte Jugendliche konnten sich in Workshops das nötige Know-How aneignen. So standen beispielsweise „Nachrichten, Interviews oder freie Moderation“, „Schreiben für’s Radio“ oder „Jingleproduktion und Sounddesign“ zur Auswahl.

Unterstützt wird der Schülerradiotag von der Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest (MKFS) sowie der Landesvereinigung Kultureller Jugendbildung (LKJ). Kooperationspartner sind die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM), der Radiosender bigFM sowie die Jugendpresse Baden-Württemberg.

Im Workshop Schüler-Jury „Best of Schülerradio“ haben sich Schüler und Referenten wie Yoyo Nickel, die Chefredakteurin von bigFM, Petra Hermansa von der LKJ, Birgit Hock von der Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest und Luca Leicht von der Jugendpresse Baden-Württemberg beraten. Sie haben einen Sieger der beiden Altersklassen zehn bis vierzehn Jahre und 15 bis 20 Jahre gekürt. … weiterlesen

8 November, 2010 Kein Kommentar

Wir in der Welt: Jugendmedientage 2010

von Alexander Schmitz

Medien machen, Neues kennenlernen und sich vernetzen – das sind die Jugendmedientage. 400 junge Medienmacher treffen sich vom 26. bis 28. November 2010 in die Hochschule der Medien in Stuttgart.

Von Profis lernen, sich mit Kollegen austauschen und Kontakte knüpfen, dafür sind die Jugendmedientage bekannt. Sie finden dieses Jahr zum fünften Mal statt und stehen unter dem Thema „Globalisierung: Wir in der Welt“. Welche Chancen bietet die Globalisierung Jugendlichen? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Drei Tage lang diskutieren die jungen Medienmacher mit prominenten Medienvertretern und Referenten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. … weiterlesen

5 November, 2010 Kein Kommentar

Le Fly und der Kelch der Liebe

von Meike Krauß

Foto: Le Fly Pressebild

Vor, während und nach dem Konzert in Der Röhre sind Le Fly nicht im Backstageraum verschwunden. Sie verkauften ihr Merchandise, halfen beim Umbauen oder rauchten vor dem Club. Dort traf Autorin Meike Krauß den Schlagzeuger Robert für ein kurzes Spontaninterview.

Wie ist euer Kontakt zu Das Pack zustande gekommen?

Wir mögen Das Pack, wir lieben Das Pack! Man hat sich immer wieder getroffen. Letztes Jahr haben wir gemeinsam auf dem Rockspektakel gespielt und danach lagen wir uns in den Armen. Dann haben wir uns in der Markthalle (in Hamburg) wieder getroffen; da saßen wir draußen auf einem Gitter, haben geraucht und so lief das.

Habt ihr schon einige lustige Geschichte auf der gemeinsamen Tour erlebt?

Oh ja! Gestern war wunderschön. Da haben wir uns einen Kelch der Liebe organisiert und daraus Getränke zu uns genommen. Der wurde immer im Kreis rumgereicht, so hippiemäßig. Dann sind wir alle eingeschlafen und Arm in Arm aufgewacht.

Alle zusammen in einem Bett?

Ja, ich hab mit Bastus (Bass) in einen Bett geschlafen. Wir sind sowieso dafür, dass sich die Leute mehr in den Arm nehmen. Deswegen machen wir überhaupt Musik: Für mehr Liebe auf der Welt.

Eure Heimat ist Hamburg, aber wie gefällt dir Stuttgart?

Och, ist schon ein ganz nettes Plätzchen hier. Ich hab auch eine Freundin hier in der Nähe. Und das Essen ist klasse. Wir machen morgen ein großes Spätzleessen. … weiterlesen

2 November, 2010 Kein Kommentar

Fahrplansuche

von Alexander Schmitz

Zweites Schlichtungsgespräch zu Stuttgart 21 - Foto: Landeshauptstadt Stuttgart

Zur zweiten Runde des Schlichtungsgespräches zum geplanten Bahnprojekt Stuttgart 21 haben sich Projektgegner und -befürworter vergangenen Freitag im Stuttgarter Rathaus getroffen. Ein Erfolg ist die Einigkeit über den bisher mangelnden gegenseitigen Respekt beider Fraktionen. Besonders bedeutend ist, dass die Bahn bis nächsten Donnerstag einen aktuellen Fahrplanentwurf vorlegen will, anhand dessen die Leistungsfähigkeit des geplanten Tiefbahnhofes geprüft werden kann.

Diesmal nicht anwesend waren Ministerpräsident Stefan Mappus und Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Neu hinzu kamen Wirtschaftsminister Ernst Pfister für die Projektbefürworter und auf der Seite der Projektgegner der Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen, Winfried Kretschmann.

Friedenspflicht

Sofort zu Beginn der Schlichtung wollte Gangolf Stocker für das Aktionsbündnis wissen, was es mit den „L-förmigen Betonplatten“ auf sich hat, die seit Donnerstag im Mittleren Schlossgarten eingegraben werden. Nach der Auffassung der Gegner des Projektes „liegt diese Arbeit außerhalb der Friedenspflicht.“ Die Betonwinkel gehören „zu einem Arbeitsschritt, den wir in den Vorgesprächen als zulässig definiert haben, gemeinsam“, stellt Technikvorstand der Bahn Volker Kefer klar. Sie werden als Begrenzung zum Auffüllen und Verdichten des Unterbodens benötigt. Beide Seiten wollen die Betonwinkel bis nächsten Donnerstag angebracht haben. … weiterlesen

30 Oktober, 2010 1 Kommentar

Runder Tisch, aber keine runde Sache

von Alexander Schmitz und Clara Dupper

Heiner Geiߟler - Foto: Landeshauptstadt Stuttgart

Alle Fakten zum Bahnprojekt Stuttgart 21 sollen dargelegt und diskutiert werden, das haben Befürworter und Gegner zusammen mit dem Schlichter Heiner Geißler beschlossen. Bis Ende November wollen sie sich mindesten einmal in der Woche zu Vermittlungsgesprächen im Stuttgarter Rathaus treffen. Vergangenen Freitag fand die Premiere der Gesprächsreihe von zehn bis siebzehn Uhr statt. Sieger des Gesprächs ist jedoch allein Heiner Geißler, der die Diskussion charmant moderierte, denn allzu viele Fragen blieben offen.

„Wir können in dieser Schlichtung keinen neuen Bahnhof erfinden und was die Topografie betrifft, können wir leider Stuttgart auch nicht zu einer ebenen Stadt machen“, stellte der 80jährige CDU-Politiker Heiner Geißler rasch nach Beginn der Gespräche über die strategische Bedeutung und die Leistungsfähigkeit des Bahnprojektes klar. Er forderte eine „Versachlichung der Auseinandersetzung“ und eine Lösung in der Mitte, wie bei einer Tarifschlichtung. Dabei  müssten zuerst in einer Sach- und Fachschlichtung gemeinsame Grundlagen zwischen den Gegnern- und Befürwortern des Großprojektes Stuttgart 21 erarbeitet werden. Der ‚Faktencheck‘, wie es Ministerpräsident Stefan Mappus genannt habe, müsse zu einer gemeinsamen Bewertung der Fakten führen. In vielen Fällen werde dies gelingen, aber nicht in allen, weshalb danach jede Seite die Konsequenzen ziehen müsse, die sie für richtig hält.

Aufgabe der Politik

Stuttgart 21 wurde demokratisch legitimiert, allerdings sei es in einer modernen Mediendemokratie die Aufgabe der Politik, Beschlossenes immer wieder während der Realisierung den Menschen zu erläutern und zu begründen. Dazu soll die Schlichtung beitragen. Es ist ein großer Fortschritt, dass sich Gegner und Befürworter des Projektes zur Diskussion an einem Tisch treffen, da sie dadurch zeigen, dass sie eine fachliche Auseinandersetzung für richtig halten, betont Geißler und forderte: „Wir wollen hier keine Predigten hören und keine Glaubensbekenntnisse und wir machen hier auch kein historisches Seminar.“ Es solle sich nicht auf Vergangenes bezogen werden, sondern auf aktuelles und zukünftiges. … weiterlesen

26 Oktober, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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